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Herzlich Willkommen in Ettringen: Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ...

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Diese Blaskapelle ist und bleibt ein Glücksfall im Dorf am Hochsimmer

Sie alle, die Musikerinnen, die Musiker, die begeisterten Jugendlichen ...

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Chronik der Gemeinde

Der Ort wird urkundlich erstmals im Jahre 1189 erwähnt.

Diese Ersterwähnung findet sich in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Philipp von Heinsberg über den Vertrag des Abtes Heinrich von St. Pantaleon in Köln mit den Vögten des Hofes Brodenheim (nach dem Brodenbach auf der rechten Moselseite) über deren Entschädigung. Zu den Inhabern dieser Vogtei gehörte neben anderen auch Heinrich von Ethrich (Ettringen). Später im Jahre 1230 erscheint in einem versiegelten Gerichtsbrief, der von einem Ritter Christian von Etterig spricht, die Unterschrift von einem "Heimburg Werner von Etering". Im Jahre 1366 wird urkundlich erstmals ein Pfarrer von Ettringen, Pfarrer Winand, benannt.

Anhand von Bodenfunden, besonders auch aus jüngster Vergangenheit, ist jedoch nachgewiesen, dass der Ort auf eine Besiedlung über die Zeiten der Römer, den Franken, bis zu den Kelten zurückblicken kann. Im Mittelalter gehörte Ettringen zu den 14 Dörfern der Pellenz, deren Hauptort zur Zeit der Pfalzgrafen Niedermendig war. Bis zum vergangenen Jahrhundert war Ettringen ein landwirtschaftlicher Ort mit einer geringen Einwohnerzahl. Die Gemarkung war in eine nördliche und eine südliche eingeteilt, die in Zweifelder-Wirtschaft bebaut wurde.

Um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts trat ein Strukturwandel ein, der Erzbergbau und die Steinindustrie kamen auf. Mehrere Gruben auf dem Windfeld, dem Ettringer Feld, Rooder usw. hatten durch Verwendung der Holzwinde und später elektrischer Hebekräne eine beachtliche Leistung und machten den Ettringer Basaltlava und Tuffstein weltbekannt. So arbeiteten von 1900 bis 1914 ca. 600 Ettringer auf dem Grubenfeld, teilweise im Basalt und teilweise im Tuff. Die Blütezeit lag in den Jahren 1907 bis 1908 mit ca. 700 Beschäftigten.

Im Laufe der Zeit und mit der fortschreitenden Industrialisierung verloren die Gewinnung und Verarbeitung von Basaltlava- und Tuffsteinen wirtschaftlich immer mehr an Bedeutung. Aber einen vollkommenen Niedergang der Basalt- und Tuffindustrie konnten auch die größten wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Industrialisierung sowie Modernisierungen nicht schaffen. Auch heute noch - und teilweise wieder verstärkt -werden Basalt- und Tuffsteine zu den verschiedensten Zwecken benötigt und verarbeitet.

Besucher können die Basaltlava-Grubenfelder an der Landstraße (L 82) von Ettringen nach Mayen und an der Kreisstraße (K 20) von Ettringen nach Kottenheim heute noch besuchen und besichtigen. Das gleiche gilt für die Tuffsteingruben und noch bestehenden Betriebe auf "Rooder", westlich der L 82 zwischen Ettringen und Bell.

Ein besonderes Erlebnis bietet dem Besucher die "Historische Lay" zwischen Ettringen und Mayen mit einem Rundwanderweg, wo die Geschichte des Vulkanismus, sowie die Entstehung und die Entwicklung der Steinindustrie bis zum heutigen Tage nachvollzogen werden kann. Durch die Aufnahme der "Historische Lay" in das Vulkanpark-Projekt des Landkreises Mayen-Koblenz wurde die Bedeutung dieser Sehenswürdigkeit bekräftigt.

Der Ort Ettringen, mit heute knapp 3.000 Einwohnern, bietet durch seine Lage am Fuße der Vulkanberge Hochsimmer mit Aussichtsturm, des Bellerbergs und des Hochsteins, Besuchern und Erholungssuchenden hervorragende Möglichkeiten für Erholung, Hobby, Fitness und Entspannung.

Mit über 120 km ausgebauten Wanderwegen erlebt der Besucher in einzigartiger Weise die Vulkangeschichte der Eifel.