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Ein Dorf freut sich auf den Turm-Geburtstag 19.06.2010

Wer das „Bergvolk“ der Ettringer kennt, der weiß, das man im „Dorf mit Herz“ auch richtig von Herzen feiern kann. Anlässe gibt´s, weiß Gott immer genug. Und bald steht ein ganz besonderer in´s Haus. Das Wahrzeichen des größten Dorfes der VG Vordereifel, der Hochsimmerturm wird nämlich genau 100 Jahre alt. Und wie es sich für das Altehrwürdige „Geburtstagskind“ gehört, soll am 3. und 4. Juli 2010, eine große, schöne, harmonische, und vor allen Dingen heimatlich geprägte Geburtstagsfete stattfinden. Dazu haben sich alle Dorfvereine, unter der Federführung der Ortsgemeinde zusammen gefunden, um bereits im Vorfeld alles hundertprozentig und akribisch genau, abzustimmen, einzuteilen und zu organisieren. Und in letzterem sind die „Dilledäpp“ wahrliche Weltmeister. Um „ihren“ Turm würdig zu ehren, dafür sind viele fleißige Hände im Einsatz.


Viele Vereinsvertreter sind ständig zwecks Planungen gemeinsam mit Ortschef Werner Spitzley für „ihr Turmfest“ im Einsatz

Man kann beim, auf dem 588 Meter hohen Hochsimmer, über Ettringen tronenden Turm, wahrlich von einem „Mythos“ sprechen. Ein aus heimischen Basaltlavagestein errichtetes Bauwerk, das einem ewigen Wächter gleich, hoch über dem schmucken Ort residiert, als wolle er damit ausdrücken: „Liebes Bergvolk, ihr steht unter meinem Schutz“. Klar, das man hier einen Blick in die Historie werfen sollte.


Der Hochsimmerturm, immer ein Anziehungsmagnet für die Menschen der Region und weit darüber hinaus

Im Jahre 1907 erließ die Ortsgruppe Mayen im Eifelverein unter dem Vorsitz von Amtsgerichtsrat Dr. Surges, einen Spendenaufruf zum Zwecke der Errichtung eines neuen, massiven Aussichtsturmes auf dem Hochsimmer. In den Vorjahren waren bereits zwei hölzerne Türme durch Wind und Wetter zerstört worden. Der Aufruf fand begeisterte Zustimmung in der ganzen Bevölkerung. Es flossen reichlich Geldspenden sowie Bereitstellungen von Baustoffen. Der Baugrund wurde kostenlos von den Gemeinden Ettringen und St. Johann bereitgestellt.


Gleich nach der Einweihung war der Aussichtsturm ein beliebtes Wanderziel für Groß und Klein

Aufgrund dieser Initiative des Eifelvereins Mayen konnte bereits am 31.3.1909 die Grundsteinlegung und am 4.7.1909 die Einweihung des Turmes erfolgen. Die Baukosten betrugen damals 9.000.00 Mark. Der Entwurf wurde von dem Stadtbaumeister Servatius aus Mayen erstellt. Renovierungen größeren Ausmaßes wurden in den Jahren 1924, 1950 und 1975 durchgeführt. Vor einigen Jahren wurde der Turm nun durch Witterungseinflüsse und ein Erdbeben so stark geschädigt, das er einzustürzen drohte. Dieses mal schien es unmöglich, eine Renovierung solch großen Ausmaßes durch die Eigentümerin, nämlich die Ortsgruppe Mayen, im Eifelverein, vorzunehmen. Der damalige 1. Vorsitzende des Ettringer Eifelvereins, Karl Heinz Krämer, erinnert sich: „Auf Vorschlag unserer Ortsgruppe gelang es, im Einvernehmen mit der Ortsgruppe Mayen und der Unterstützung des Vorstandes der Bezirksgruppe Mayen-Koblenz, den Hochsimmerturm in das Eigentum der Ortsgemeinde Ettringen zu überführen. Der anteilige Baugrund der Gemeinde St. Johann wurde kostenlos an die Gemeinde Ettringen abgetreten, die somit in dankenswerter Weise die Aufgabe übernommen hatte, den weithin sichtbaren Hochsimmerturm, dem Ort, der Region, und den vielen Wanderfreunden zu erhalten“, so Krämer zur Heimatzeitung „Blick-aktuell“. Und wenn man an schönen Tagen, auf des Hochsimmers Höhe wandert, dann sieh man an der Resonanz der Gäste, wie dieser Turm dankbar angenommen wird. Die Aussicht von der oberen Plattform ist für alt und jung phänomenal. Und genau so schön und phänomenal soll auch das Turm-Geburtstagsfest zum 100. werden. „Man hat sich auf Seiten der Ortsgemeinde und der Vereine, so einiges ausgedacht, „unser Turm“ ist ja schließlich nicht irgendwer. Drum werden wir am Aussichtsturm und im Heimatort zünftig feiern“, so Ettringens Ortschef Werner Spitzlei mit einem Augenzwinkern. Was alles auf die Besucher zu kommt, werden wir früh genug berichten. Jedenfalls kann man gespannt sein, denn im Bergdorf ist man immer für eine Überraschung gut.

Text und Fotos: Bernd Schmitz

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